Innenentwicklung statt Flächenfraß: Marloffsteins Zukunft liegt im Kern, nicht auf der grünen Wiese
- Yann Gloux Wunderwald
- Feb 10
- 2 min read
Marloffstein steht an einem Wendepunkt. Während die Verwaltung krampfhaft versucht, neue Großprojekte am Ortsrand durchzudrücken, ignorieren wir das Potenzial, das direkt vor unserer Haustür liegt. Es ist Zeit für eine Kehrtwende: Innenentwicklung vor Außenentwicklung.
Die ungenutzten Schätze: 5.000 m² Leerstand
Es ist paradox: Während über neue Erschließungen debattiert wird, stehen im Ortskern und in den bestehenden Wohngebieten zahlreiche Grundstücke leer.
Aktuell befinden sich über 5.000 m² baureife Grundstücke auf dem Markt.
Diese Flächen sind bereits erschlossen, liegen zentral und warten darauf, belebt zu werden.
Anstatt wertvolle Naturflächen zu versiegeln, müssen wir zuerst die Lücken füllen.
Wertverfall für private Eigentümer
Die Fixierung der Gemeinde auf ein einziges, massives Neubauprojekt hat eine gefährliche Nebenwirkung für alle Bürger: Marktsättigung. Wenn die Verwaltung den Markt mit künstlich vorangetriebenen Großprojekten flutet, hat das direkte Auswirkungen auf jeden von uns:
Wer in Zukunft sein eigenes Haus oder Grundstück verkaufen möchte, wird es schwerer haben.
Das Überangebot durch Prestigeprojekte des Bürgermeisters drückt die Preise für private Verkäufer.
Fokus auf Eigeninteressen statt Gemeinwohl
Man muss sich die Frage nach dem „Warum“ stellen. Warum bündelt die Verwaltung all ihre Ressourcen, ihre Zeit und unser Steuergeld in ein einziges Projekt? Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier persönliche Profilierung und Einzelinteressen über das Gemeinwohl gestellt werden. Eine gesunde Dorfentwicklung sieht anders aus: Sie ist vielfältig, kleinteilig und bürgernah.
Das Mahnmal der Vernachlässigung: Unser Schloss
Während Ressourcen in zweifelhafte Neubauvorhaben fließen, lassen wir unser kulturelles Erbe verfallen. Das Schloss, einst stolzes Zentrum unserer Identität, verkommt zur Ruine.
Die Verwaltung schaut weg, während die Mauern bröckeln.
Es gibt keinerlei Konzepte für eine Sanierung oder Neunutzung.
Es ist beschämend, dass für Prestigeprojekte auf der grünen Wiese scheinbar unbegrenzt Energie vorhanden ist, während das historische Herz von Marloffstein buchstäblich in sich zusammenfällt.

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