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Baustopp am Hackerberg: Warum finanzielle Vernunft alle Bürger schützt

  • Yann Gloux Wunderwald
  • Feb 5
  • 2 min read

Updated: Mar 28


1. Eine Last für alle Schultern

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die Kosten des Projekts nur die direkten Anwohner oder Investoren betreffen. Die Wahrheit ist: Alle Bürger von Marloffstein – inklusive aller vier Ortsteile Adlitz, Rathsberg, Atzelsberg – werden über kommunale Abgaben und den Haushalt zur Kasse gebeten. Ein finanzielles Wagnis am Hackerberg ist somit ein Risiko für das Portemonnaie jedes einzelnen Einwohners unserer Gemeinde.

Wir mussten uns bereits in den letzten Jahren finanziell an verschiedenen Projekten beteiligen. Zudem sind die Kosten für den neuen Wasserturm noch nicht vollständig beglichen. In diesen Zeiten der Inflation muss der Gemeinderat uns schützen, statt unnötige Rechnungen zu verteilen.“


2. Bauliches Risiko: Die Blackbox im Untergrund

Der größte Kostentreiber sind die komplexen Wasserauffangsysteme und deren Leitungen. Aufgrund der topographischen Lage des Hackerbergs sind massive bautechnische Maßnahmen notwendig, um die Entwässerung sicherzustellen. Diese Systeme sind in der Errichtung extrem teuer und technisch anspruchsvoll. Zudem ist das Risiko einer Unterdimensionierung immens: Sollte die Anlage zu klein geplant werden, drohen schwere Überflutungen im unteren Dorfteil (Bereich Wassergasse) – ein Risiko, das sich angesichts der durch den Klimawandel zunehmenden Extremwetterereignisse weiter verschärft.

3. Veraltete Kalkulationen vs. Realität

Der massivste Kostenfaktor liegt in den immensen Baukosten für die Wasserinfrastruktur. Hier bewegen wir uns auf extrem unsicherem Terrain:

  • Mangelhafte Bestandsaufnahme: Die aktuellen Gutachten sind schlichtweg unzureichend. Es gab bisher keine fundierten Untersuchungen, die zweifelsfrei belegen, dass die bestehende Infrastruktur überhaupt ersetzt werden muss.

  • Blindflug bei den Rohren: Niemand kann derzeit verlässlich sagen, in welchem Zustand sich die Leitungen befinden oder wie hoch ihre restliche Lebensdauer tatsächlich ist. Ein Austausch auf bloßen Verdacht hin ist wirtschaftlich leichtfertig.

  • Extreme Tiefenlage (bis zu 5 Meter): Erschwerend kommt hinzu, dass sowohl die bestehenden als auch die geplanten Leitungen am Hackerberg besonders tief im Erdreich vergraben sind bzw. verlegt werden sollen. Jeder bauliche Eingriff zieht aufgrund dieser enormen Tiefe überproportional hohe Kosten (und Baustörungen) nach sich, die in keinem vernünftigen Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen stehen.


3. Das drohende Verkehrschaos: Aufgrabung der Hauptstraße

Ein Projekt dieser Größenordnung würde das tägliche Leben in Marlfosstein massiv beeinträchtigen. Da die betroffenen Leitungen unter der Hauptstraße liegen, wäre die Konsequenz fatal:

  • Vollständige Ausgrabung der Hauptader Atzelsbergerstrasse: Um die tief liegenden Rohre zu erreichen, müsste die Hauptstraße auf ganzer Länge tief aufgerissen werden. Das ist keine kleine Reparatur, sondern eine „Operation am offenen Herzen“ unserer Gemeinde.

  • Blockade für alle: Die Hauptstraße ist die Lebensader für alle vier Stadtteile. Eine monatelange Großbaustelle mit Sperrungen und schwerem Gerät würde den Arbeitsweg und den Zugang zu Schule für jeden von uns massiv behindern.


 
 
 

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